Yoni-Massage    Yoni-Heilmassage    Lingam-Massage

Im Ritual der Yonimassage und der Lingammassage geht es darum, die Frau und den Mann, als Shakti und Shiva in ihrer Göttlichkeit zu verehren und ihre Kraft und Schönheit zu feiern.

Auch wenn die Yoni- und die Lingammassage den Höhepunkt einer Tantramassage darstellen, bleiben sie immer Teil der Massage und sind nicht getrennt davon zu verstehen. Die Yoni- und die Lingammassage werden von uns nur im Rahmen einer Tantramassage gegeben.

Das Sexualchakra und das Herzchakra als die beiden Pole der Liebe, werden während der Massage immer wieder miteinander in Kontakt gebracht und verbunden. Damit die Herzensenergie in die Leidenschaft einfließt und die Kraft der ursprünglichen Sexualität in das Herz. Beides brauchen wir Menschen zu einem ganzheitlichen und erfüllten Leben.

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Von einer zuerst fremden Person an den intimsten Stellen des Körpers berührt zu werden, wo du dich in der Regel nur innerhalb deiner Beziehung von deiner Partnerin und deinem Partner  berühren lässt, ist etwas ganz besonderes. Wir wissen dieses Vertrauen zu schätzen und begegnen jedem, der sich uns öffnen möchte, mit großem Respekt und Achtsamkeit.

Ja, noch mehr. Es ist ein Heiliger Ort, in den wir gemeinsam eintreten. So wird die Yoni auch der „Heilige Ort“ der Frau bezeichnet und der Lingam entsprechen als der „Heilige Stab“ des Mannes. Und damit sind wir bei der Sprache und etwas ganz Grundsätzlichem.

In unsere westlichen Tradition und auch in der deutschen Sprache gibt es in der Regel nur medizinisch kühle Worte wie „Scheide, Vulva, Penis“ oder schnell ordinär klingende wie „Schwanz, Muschi“. Oder gar keine Worte, weil es schamhaft ist darüber zu reden. Claudia Haarmann hat die Schamhaftigkeit unserer vergangen Gesellschaft in ihrem wunderbaren Buch „Unten Rum“ treffend beschreiben.

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Ganz anders in der Tradition Indiens, des Tantra und im Taoismus. Hier wurden die weiblichen und die männlichen Geschlechts, ja die liebevolle, leidenschaftliche Vereinigung im Alltag und sogar in den religiösen Tempeln dargestellt. Die indischen Tempel von Khajuraho, die inzwischen zum Weltkulturerbe ernannt wurden, geben Zeugnis davon. Sie sind übervoll mit in Stein gehauenen nackten Statue, die sich posieren und oft auch lustvoll vereinigen. Die Tempelstatuen dienten der Verehrung tantrischer Gottheiten, voran Shiva und Shakti. Die ersten prüden Briten, die Indien besetzten, waren entsetzt über diese Freizügigkeit und so wurden im Laufe der indischen Geschichte die meisten dieser Tempel zerstört.  Somit ist immer, wenn wir heute von Tantra und Indien sprechen, die Vergangenheit gemeint, eine Tradition, die dort ihren Ursprung hat, heute aber überall auf der Welt in neuen Formen wieder aufgeblüht ist.

Yoni und Lingam als göttliche Prinzipien

In der Yonimassage und der Lingammassage werden mehr als Körperteile massiert und verehrt. Der Lingam  ist das Zentrum der männlichen Kraft und Fruchtbarkeit. In der tantrischen Kultur wird er als Heiligtum verehrt und gewürdigt. Und die Yoni ist ein Symbol für die göttliche schöpferische Energie, die Quelle, aus der alles Leben entspringt, das Universum. Ganz eng damit verbunden ist die indische Gottheit Shakti, welche die weibliche Urkraft des Universums symbolisiert. Entsprechen gehört zum Lingam Shiva, als männliches Prinzip, der die Schöpfung und den Neubeginn verkörpert.

Einfach eine Massage

Neben allen religiösen Erhöhungen und spirituellen Aspekten, ist das Faszinierende dass auch die Massage der Yoni und des Lingams immer erst einmal und nur eine Massage ist. Wie die Massage einer Hand oder eines Fusses. Und von dem Massierenden genauso ausgeübt wird, ohne eine spirituelle oder sexuelle Absicht.


alt   Die Yonimassage

„Yoni“ ist ein Wort aus dem Sanskrit, kann als Schoß, Ursprung oder Quelle übersetzt werden. Yoni bezeichnet den gesamten weiblichen Genitalbereich, den äußeren und den Inneren -   von der Vulva, dem sichtbaren Bereich der Scheide, also den äußeren und den inneren Schamlippen und der Klitoris,  bis hin zur Vagina mit dem Muttermund mit der dahinterliegenden Gebärmutter.

Die Yoni (Vagina) ist der heiligste Tempel einer Frau. Das Zentrum der  Weiblichkeit und Mütterlichkeit. In der Yoni befindet sich Deine Schatzkiste mit größten Glücksperlen, genauso wie die Spuren alter Verletzungen.

Diesen Tempel zu betreten bedarf es des richtigen Zeitpunktes in Deinem Leben. Bedarf es Deiner Neugierde, die größer ist als Deine Ängste. Du wirst von uns in einer Ganzkörpermassage sehr gut vorbereitet. Und Du bist es die Einlass gewährt, so weit wie Du es in diesem Moment zulassen kannst. Und dann darf alles sein, Deine Lust und Deine Tränen, laut oder leise. Und Du darfst tiefe Heilung erfahren. Dein Wagnis und Dein Mut wird belohnt werden.

Die Reflexzonen der Yoni werden auf eine behutsame und respektvolle Weise massiert. In der Yonimassage wird die sexuelle Energie zu aktivieren, wie eine Welle gehalten und im ganzen Körper verteilt. Durch das Atmen kann die Empfangende die Massage unterstützen. Orgastische Erfahrungen und ekstatische Erlebnisse am ganzen Körper, weit über die Yoni hinaus können Teil der Yonimassage sein.

Yoniheilmassage

Wir sprechen meist von Yoniheilmassage und das ganz bewusst. Noch stärker als die Lingammassage ist die Yonimassage mit dem Aspekt der Heilung verbunden, weil sich alle positiven und besonders auch die negativern Erfahrungen der Frau in der Yoni ablagern, wie in einem Gedächtnis des weiblichen Körpers. Das hängt damit zusammen, dass die Yoni eine aufnehmende Natur hat.

In der Yonimassage werden oft alte Verletzungen berührt und meist schmerzhaft spürbar gemacht. Wie Narben in der Haut, sind diese Verletzungen in die Yoni eingraviert. Schmerz löst sich nur, und das gilt für jeden Schmerz, wenn er durchlebt und aufgelöst wird. Nach dem Schmerz und den Tränen, manchmal auch Wut und Trauer, ist wieder mehr Platz für Lust und Lebensfreude. Macnmal ist einfach nichts zu spüren, dann ist das auch in Ordnung. Noch Tage nach der Massage kann sich die Wirkung der Massage erst richtig entfalten und zu wesentlichen Veränderungen im Leben führen.alt

An der Entstehungsgeschichte der Yonimassage in der  jüngsten Vergangenheit ist im wesentlichen  Annie Sprinkle, einer Tantrikerin aus Amerika, beteiligt. In Zusammenarbeit mit Dr. Joseph Kramer, einem Theologen, Psychotherapeuten und Sexualforscher aus Kalifornien,  der durch die Lehren des Taoismus eine Form spirituell-erotischer Körperarbeit entwickelte, entstand 1993 die Yoni-Massage, die Massage des weiblichen Genitalbereiches. Hier in Deutschland hat Michael Riedl in ihrer Praxis jahrelange über die Yonimassage geforscht und diese weiterentwickelt. In ihrem Buch „Yoni Massage. Entdecke die Quellen weiblicher Liebeslust - sinnlich-energetisch-spirituell“ hat sie ihre Erfahrungen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.  




alt  Die Lingammassage

Das Wort „Lingam“ kommt ebenfalls aus dem indischen Sanskrit und kann am besten mit „Lichtsäule“ übersetzt werden. Im Tantra wird es meist synonym mit den männlichen Genitalien verwendet, dem Penis oder dem Phallus und steht in Verbindung mit der indischen Gottheit Shiva. Shiva, als männliches Prinzip verkörpert Schöpfung und Neubeginn. Und der Lingam steht für männlichen Schöpferkraft.  Auf dem Bild oben zu sehen ein Auschnitt aus der Statue des David in Florenz.

 

Für ein lustvolles Erleben des eigenen Lingams ist Vertrauen und das Loslassen von Erwartungen von großer Bedeutung. In der Lingammassage wird großer Wert auf Berührung und Hingabe gelegt. Es gibt dabei kein Ziel. Die Lingammassage kann von einer ruhigen Entspannung bis hin zu einem ganz außergewöhnlich ekstatischen Erlebnis führen. Dieser Erfahrung darfst Du Dich in der Lingammassage hingeben.  Als Mann ohne all die negativen gesellschafltichen Bilder und Urteile.

Mit Klaus Jürgen Becker hat Michaela Riedl, bekannt durch ihre Forschungen zur Yonimassage in dem Buch „Lingam Massage: Die Kraft männlicher Sexualität neu erleben“ ihre Erfahrungen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Ist der sexuelle Höhepunkt Ziel der Tantramassage?

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Ein Ziel vor Augen zu haben, heißt mit den Gedanken schon immer einen Schritt dem tatsächlichen Erleben voraus zu sein und verhindert dich zu spüren Hier und Jetzt. Tantra lehrt den Weg, ganz in der Gegenwart zu leben, ganz präsent. So ist eine Tantramassage immer absichtslos und ohne ein Ziel vor Augen, ganz dem Moment geschenkt. So ist auch das, was wir üblicherweise mit Orgasmus bezeichnen, kein Ziel in der Tantramassage, wird aber auch nicht vermieden, wenn es dein Körper für sich so entscheidet. Wir erwecken während der Massage die sexuelle Energie, die Urenergie von uns Menschen, halten und verteilen diese immer wieder im ganzen Körper, so dass immer mehr Energie dich durchfließt, die dich lebendiger spüren lässt. Siehe auch den Beitrag zur Ekstase.

Die Tantramassage ist auch eine Einladung bestehende sexuelle Gewohnheiten und starre Muster aufzulösen, den Kopf mit seinen Wünschen von seinem so dominanten Platz zu schubsen und dem Körper, der oft besser weiß was er braucht und was gut für ihn ist.  Die Belohnung dafür wird eine neue Qualität von Lebendigkeit sein, ein neues Körpergefühl.